Dienstag, Juli 15, 2008

FW: Jugendhilfe - Inobhutnahmen, Jahr 2007

kein Kommentar

-----Original Message-----
From: presse-22@destatis.de [mailto:presse-22@destatis.de] On Behalf Of
presse@destatis.de
Sent: Tuesday, July 15, 2008 8:05 AM
To: presse-22@list1.destatis.de
Subject: Jugendhilfe - Inobhutnahmen, Jahr 2007

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
**********************************************
Nr. 254 vom 15.07.2008

**********
Tag für Tag nehmen Jugendämter 77 Kinder in Obhut
**********
Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden
im Jahr 2007 in Deutschland 28 200 Kinder und Jugendliche von
Jugendämtern in Obhut genommen. Dies waren rund 2 200 (+ 8,4%) mehr als
2006. Damit leisteten die Jugendämter rein rechnerisch jeden Tag für 77
Kinder und Jugendliche "erste Hilfe" in für sie gefährlichen
Situationen; im Vorjahr waren es pro Tag rechnerisch 71 Kinder und
Jugendliche gewesen. 435 dieser Inobhutnahmen waren sogenannte
Herausnahmen, das heißt, die Kinder wurden gegen den erklärten Willen
der Sorgeberechtigten in Obhut genommen.
Im Jahr 2006 hatte es 151 Herausnahmen gegeben.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum
Schutz von Kindern und Jugendlichen, wenn sie sich in einer akuten, sie
gefährdenden Situation befinden. Jugendämter nehmen Minderjährige auf
deren eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer (etwa der Polizei oder
Erzieher) in Obhut und bringen sie - meist für Stunden oder einige Tage
- in einer geeigneten Einrichtung unter, etwa in einem Heim.

7 000 Kinder und Jugendliche (25%) wurden 2007 auf eigenen Wunsch in
Obhut genommen, bei den Übrigen veranlassten andere Personen oder
Stellen die Inobhutnahme.

16 500 (58%) der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen waren älter
als 14 Jahre. Mit einem Anteil von 55% (15 400) aller in Obhut
Genommenen waren Mädchen wie in den Vorjahren in der Überzahl.

An einem jugendgefährdenden Ort, zum Beispiel in Straßen mit
Bordellbetrieb oder an Treffpunkten von Drogenhändlern, wurden rund 11%
(3 000) der in Obhut Genommenen aufgegriffen.

Der mit Abstand meistgenannte Anlass für die Inobhutnahme war in 44% der
Fälle die Überforderung der Eltern. Bei 6 500 der Kinder und
Jugendlichen (23%) waren Vernachlässigung beziehungsweise Anzeichen für
Misshandlung oder für sexuellen Missbrauch festgestellt worden.

Weitere kostenlose Informationen gibt es im Publikationsservice des
Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort
"Inobhutnahmen".

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Dorothee von Wahl,
Telefon: (01888) 644-8167,
E-Mail: jugendhilfe@destatis.de


************************
Die vollstaendige Pressemitteilung, incl. Tabelle, ist auch im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse
/pm/2008/07/PD08__254__225,templateId=renderPrint.psml
zu finden.

--
Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.
--
Herausgeber: (c) Statistisches Bundesamt, Pressestelle
Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44, Telefax: +49 (0) 611 / 75 - 39 76
mailto:presse@destatis.de
http://www.destatis.de
--
Sie erreichen uns montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr
und freitags von 8 bis 15 Uhr.

Falls Sie diese Mailingliste verlassen wollen, melden Sie
sich bitte mit Ihrer E-Mail-Adresse (die E-Mail-Adresse, an
die diese Pressemitteilung gesandt wurde) auf der Web-Site
unseres E-Mail-Verteilers an:
http://list1.destatis.de/cgi-bin/majordomo .
Deaktivieren Sie dort die einzelnen Verteiler, zu denen
Sie keine Presseinformation mehr wünschen. Um sich
vollständig aus unseren Verteilern zu löschen, setzten
Sie bitte ein Kreuz bei der Abo-Liste "presse-l".
Ihr E-Mail-Profil können Sie auf dieser Seite
jederzeit an Ihre thematischen Bedürfnisse anpassen.
--
Wenn Sie einen Kontakt zu dem Verwalter dieser Mailingliste
herstellen müssen, da Sie z.B. Probleme mit dem Austragen
oder Fragen zur Liste haben, schicken Sie bitte eine Nachricht an
mailto:presse-admin@destatis.de.
--
Journalistische Anfragen richten Sie bitte an
mailto:presse@destatis.de.

Kommentare:

Andreas Siegmann hat gesagt…

Fünf Jahre später geht Frontal 21 mit einem Bericht auf den Sender, der die deutsche Jugendhilfe als profitorientiert entlarvt - "geholfene" Familien wissen das schon lange - mit Kindeswohl hat das nichts zu tun.

Bericht hier: http://kinderklau-relaunched.de/medien-versagen-jugendaemter/zdf-frontal21-deutsche-jugendhilfe-ist-profitorientiert-28.html

Andreas Siegmann hat gesagt…

http://kinderklau-relaunched.de/medien-versagen-jugendaemter/zdf-frontal21-deutsche-jugendhilfe-ist-profitorientiert-28.html

Frontal 21 lässt die Katze aus dem Sack